Radieschen liefern Vitamin C, Senföle und kaum Kalorien. Was die kleinen Knollen wirklich können – mit Nährwerttabelle und Rezept.
Klein, knackig, scharf – Radieschen gehören zu den ersten Frühjahrsboten auf dem Markt. Was in den leuchtend roten Knollen steckt, welche Gesundheitsvorteile Studien belegen und wie Sie Radieschen in der Küche am besten nutzen, erfahren Sie hier. Plus: ein einfaches Rezept.
Radieschen: Herkunft, Sorten und Einkaufstipps
Das Radieschen gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist botanisch verwandt mit Brokkoli, Kohlrabi und Senf. Ursprünglich stammt das Gemüse vermutlich aus Ostasien oder dem Mittelmeerraum. Im deutschsprachigen Raum ist das Radieschen seit dem 16. Jahrhundert bekannt.
Im Handel dominiert die klassische runde, leuchtend rote Knolle – doch das ist nur eine von vielen Varianten:
- Runde rote Sorten: die klassische Form, mild bis mittelscharf
- Zweifarbige und violettfarbene Sorten: optisch auffälliger, leicht anders im Aroma
- Weiße Sorten (z. B. „Eiszapfen“): länglich und etwas milder im Geschmack
- Gelbe Sorten: selten, mit feiner, wenig scharfer Note
Worauf sollte man beim Kauf achten? Greifen Sie zu Radieschen mit saftig grünen Blättern – das ist das zuverlässigste Frischezeichen. Die Knolle sollte fest und prall sein. Freilandware aus heimischem Anbau (ab Frühsommer) hat laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) einen höheren Gehalt an den geschmacksgebenden Senfölglykosiden als Treibhausware.
Lagerung: Im Kühlschrank im Gemüsefach, am besten in einer luftdicht verschlossenen Dose, halten sich Radieschen bis zu fünf Tage. Wichtig: Blätter vorher entfernen – sie entziehen den Knollen Wasser. Sind die Radieschen bereits etwas schrumpelig, hilft ein kurzes kaltes Wasserbad.
Verwendete Quellen
Dieser Text soll auf Grundlage von wissenschaftlich ermittelten Daten zur Nährstoffzusammensetzung von Lebensmitteln, offiziell empfohlenen Referenzwerten zum jeweiligen Tagesbedarf und durch Studien belegte Wirkungen auf die Gesundheit über die Vor- und Nachteile von Lebensmitteln aufklären. Auf folgende Quellen wird sich dabei berufen:
- Bundeslebensmittelschlüssel Datenbank des Max-Rubner-Instituts (BLSDB)
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE)
- Studien-Datenbanken, insbesondere PubMed
Nährwerte: Was steckt in Radieschen?
Radieschen bestehen zu etwa 94 Prozent aus Wasser. Sie liefern daher kaum Kalorien (nur 18 kcal pro 100 g) und sind eines der kalorienärmsten Gemüse überhaupt. Trotzdem sind sie erstaunlich nährstoffreich. Besonders hervorzuheben: der hohe Vitamin-C-Gehalt und der beachtliche Kaliumwert.
Folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Nährwerte pro 100 Gramm rohe Radieschen (Quelle: BLS):
| Nährwert/Nährstoff | Menge pro 100 Gramm |
| Energie | 18 kcal |
| Eiweiß | 1,05 g |
| Fett | 0,14 g |
| Kohlenhydrate | 2,31 g |
| Wasser | 94,05 g |
| Ballaststoffe | 1,5 g |
| Vitamin C | 29 mg |
| Folat | 24 μg |
| Vitamin B6 | 60 μg |
| Vitamin K | 7 μg |
| Kalium | 239 mg |
| Kalzium | 25 mg |
| Magnesium | 9,4 mg |
| Eisen | 0,44 mg |
| Phosphor | 17 mg |
Dieser Artikel ist Teil der Serie „Fit Food der Woche“. Verpassen Sie keinen weiteren Teil und registrieren Sie sich kostenlos für den Newsletter „Einfach fit!“:

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