Droht ein neuer Kosten-Schock?
Berlin – Droht Verbrauchern ein neuer Kosten-Schock? Wirtschaftsexperte und Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Marcel Fratzscher (55) rechnet fest damit, dass die Bundesregierung die Mehrwertsteuer um zwei Punkte auf 21 Prozent anhebt. Ziel: das Haushaltsloch stopfen!
Denn zwischen 2027 und 2029 fehlen im Haushalt mehr als 130 Milliarden Euro. Eine höhere Mehrwertsteuer würde rund 30 Milliarden Euro bringen.
Wirtschaftsexperte und Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Marcel Fratzscher (55)
Die schwarz-rote Koalition werde es sich am Ende leicht machen und diesen Weg wählen, attackierte Fratzscher gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) die Merz-Regierung. Doch er warnt: Dies sei sozial fatal, da es Menschen mit geringen Einkommen überproportional stark treffe. „Beide Parteien haben ihre roten Linien abgesteckt und sind offenbar nicht bereit, sie aufzugeben“, so Fratzscher. Die Union lehne Steuererhöhungen ab, die SPD wolle nicht beim Sozialstaat sparen. Das Ergebnis: eine Mehrwertsteuererhöhung, die vor allem die Schwächeren trifft.
Stattdessen fordert der DIW-Präsident die Abschaffung klimaschädlicher Steuersubventionen, darunter das Diesel-Privileg und die Pendlerpauschale. Umfang: 60 Milliarden Euro.
