Die große Liste
Diese Krankenkassen sind jetzt richtig teuer
Beitragssätze steigen so stark wie lange nicht
Zum Jahreswechsel haben 42 von 96 Krankenkassen ihren Zusatzbeitrag erhöht. Damit ist fast jeder zweite Versicherte betroffen – insgesamt mehr als 30 Millionen Menschen. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt inzwischen bei rund 2,9 Prozent, Tendenz weiter steigend. Weitere Erhöhungen sind nicht ausgeschlossen.
Den stärksten Anstieg verzeichnete die Betriebskrankenkasse EWE: Der Zusatzbeitrag sprang von 1,98 auf 3,19 Prozent. Das ist ein Plus von 1,21 Prozentpunkten – der höchste Wert im gesamten Vergleich. Ebenfalls kräftig fiel die Erhöhung bei der BKK exklusiv aus, die ihren Zusatzbeitrag von 2,39 auf 3,49 Prozent anhob (+1,10 Prozentpunkte). Auf Platz drei folgt die energie-Betriebskrankenkasse, bei der der Zusatzbeitrag von 2,98 auf 3,98 Prozent stieg – ein Zuwachs von glatt einem Prozentpunkt.
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Diese Krankenversicherungen heben den Zusatzbeitrag an
Quelle: Angaben des Spitzenverbands Bund der Krankenkassen (GKV)
Das müssen Sie jetzt wissen
Wenn Ihr Einkommen beispielsweise bei 3000 Euro brutto im Monat liegt, können schon kleine Unterschiede beim Zusatzbeitrag viel Geld aufs Jahr gerechnet ausmachen.
► Beispiel: Der Zusatzbeitrag bei der AOK Bremen/Bremerhaven steigt von 2,49 Prozent auf 3,29 Prozent. Bei einem Arbeitnehmer mit 3000 Euro Bruttolohn macht das insgesamt 24 Euro mehr im Monat. Da sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Zusatzbeitrag teilen, bleiben für den Beschäftigten 12 Euro weniger netto pro Monat. Aufs Jahr gerechnet ergibt sich eine Mehrbelastung von 144 Euro.
Steigt der Zusatzbeitrag Ihrer Krankenkasse, haben Sie in der Regel ein Sonderkündigungsrecht. Das bedeutet, Sie können innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe der Erhöhung kündigen.
Deshalb lohnt es sich, vergleichbare Versicherungsanbieter zu prüfen, die niedrigere Beiträge verlangen – ohne dass Sie auf Gesundheitsleistungen verzichten müssen.
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