Rente: Experten favorisieren flexible Altersgrenzen
Dominik Groll vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) kritisiert laut n-tv starre Altersgrenzen als kurzfristige Lösungen. Solange die Lebenserwartung kontinuierlich steige, seien feste Renteneintrittsalter nur temporäre Maßnahmen.
Seine Empfehlung: Eine automatische Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung. Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm unterstützt laut ARD-Tagesschau diesen Ansatz und warnt, dass das gegenwärtige System „in Zukunft nicht mehr zu finanzieren“ sei.
Parteien streiten über Reformrichtung
Die politischen Lager verfolgen gegensätzliche Strategien. JU-Vorsitzender Johannes Winkel schlägt radikale Sparmaßnahmen vor: Kürzungen bei den Rentenausgaben von über 50 Milliarden Euro jährlich. Seine Forderungen umfassen die Abkopplung der Rentenanpassung von der Lohnentwicklung zugunsten eines reinen Inflationsausgleichs sowie die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren.
Die Linkspartei verweigert jede Erhöhung des Renteneintrittsalters. Sozialexpertin Sarah Vollath argumentiert: „Schon jetzt gehen viele Menschen früher in Rente, weil es körperlich oder mental nicht mehr geht.“ Als Alternative fordert die Partei eine Erhöhung des Arbeitgeberbeitrags von derzeit 50 auf bis zu 60 Prozent der Rentenbeiträge.