Berlin – „Es ist momentan einfach auch die Vielzahl an Herausforderungen, die die Menschen ja auch wahrnehmen in ihrem Alltag.“ Mit diesem Statement erklärt die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser (SPD) im Morgenmagazin die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage. Dabei wird klar, dass die Deutschen durchaus bereit sind, anzupacken, um die wirtschaftliche Krise zu überwinden. Allerdings nicht in jedem Bereich.
Das zeigen die Ergebnisse aus dem sogenannten Deutschland-Monitor – einer Studie, die seit 2023 von verschiedenen Unis gemeinsam erhoben wird. Zentraler Aspekt der Studie ist die Veränderungsbereitschaft der Menschen in Deutschland.
Studie zeigt Stimmungslage in der Krise – Deutsche wohl zu Zumutungen bereit
Demnach sagen 23 Prozent der Befragten, sie seien offen für gesellschaftlichen Wandel und nähmen ihn als Chance wahr. 52 Prozent sehen Wandel teils gut, teils schlecht. 26 Prozent sind eindeutig kritisch und sehen vor allem die Risiken. Besonders stark ist diese Gruppe in strukturschwachen Gebieten in Ostdeutschland.
Das erstaunliche Ergebnis: Bei den Themen Verteidigung, Wirtschaft, Digitalisierung, Demografie, Klima und Migration seien die Menschen mehrheitlich bereit, Zumutungen für sie selbst ganz oder teilweise mitzutragen, erklären die Forscher. „Mit einer Ausnahme: Das Ansinnen, angesichts der Alterung der Gesellschaft für die gleiche Rentenhöhe länger zu arbeiten, lehnen 58 Prozent als große Zumutung ab.“
Damit zeigen sich die Deutschen laut der Studie durchaus bereit, unterschiedliche Ansätze von Kanzler Friedrich Merz mitzutragen, um die schlechte wirtschaftliche Lage zu überwinden. Die Ablehnung bei der Rente ist jedoch kritisch. Experten aus Wirtschaft und Politik halten es allerdings für unumgänglich, das Renteneintrittsalter anzuheben.