Meta bestätigt offiziell ein Premium-Modell für WhatsApp. Welche Funktionen dazugehören sollen, wird nun immer konkreter.
WhatsApp ist seit Jahren eine der meistgenutzten Apps mit allein rund 60 Millionen Nutzern in Deutschland – und war für Privatnutzer stets kostenlos. Doch das Geschäftsmodell des Messenger-Dienstes verändert sich: Meta, der Mutterkonzern hinter WhatsApp, Instagram und Facebook, bereitet ein kostenpflichtiges Premium-Abonnement vor. Gegenüber dem Technologieportal TechCrunch bestätigte das Unternehmen die Pläne und verwies dabei auf ein Angebot, das auf mehr Produktivität, Kreativität und KI-Funktionen setzen soll.
Erste konkrete Hinweise auf die Umsetzung lieferte Ende Januar 2026 der auf WhatsApp-Leaks spezialisierte Blog WABetaInfo. In einer Android-Betaversion des Messengers tauchten Hinweisfenster auf, die auf eine Warteliste für das Premium-Abonnement hindeuten. Beta-Nutzer können sich dort bereits eintragen, um rechtzeitig zum Start des Dienstes benachrichtigt zu werden. Das Beitreten und Verlassen der Warteliste ist laut den Berichten jederzeit möglich.
Diese Funktionen soll „WhatsApp Premium“ bieten
Der Kern des geplanten Abonnements dreht sich zunächst um Personalisierung und erweiterte Komfortfunktionen. Konkret geplant sind exklusive Themes und Sticker sowie anpassbare Signaltöne. Weiterhin soll die Zahl der anpinnbaren Chats deutlich steigen – derzeit ist diese auf drei begrenzt. Premium-Abonnenten würden demnach deutlich mehr Inhalte für den Schnellzugriff zur Verfügung haben, was besonders bei der Verwaltung größerer Gruppen praktisch sein dürfte. Weitere Funktionen sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Ein weiterer Aspekt betrifft Werbung: Seit dem Sommer 2025 erscheinen im Tab „Aktuelles“ gesponserte Beiträge. Wer diese Anzeigen künftig nicht sehen möchte, könnte laut übereinstimmenden Berichten über ein Abo die werbefreie Nutzung erkaufen. Der Preis dafür wird in Beta-Quellen mit rund vier Euro pro Monat angegeben – offizielle Bestätigung von Meta steht allerdings noch aus.
WhatsApp bleibt kostenlos – für alle anderen
Wer kein Premium-Abo abschließen möchte, muss keine Einschränkungen beim Kern des Messengers befürchten. Alle grundlegenden Funktionen – Chatten, Telefonieren, Sprachnachrichten, Gruppenunterhaltungen – bleiben nach aktuellem Stand kostenlos und ohne Einschränkungen nutzbar. Meta selbst hat wiederholt betont, dass das klassische Messaging-Angebot nicht hinter einer Bezahlschranke verschwinden soll. Ein verpflichtendes Abo für alle Nutzer gilt Experten zufolge als sehr unwahrscheinlich.
