Jetzt müssen wir uns noch mal warm anziehen. Der Winter kehrt zurück, und laut einer Bauernregel nistet er sich dann für längere Zeit so richtig ein. Droht gar eine Bibber-Periode bis zum März?

Zarte Frühlingsstimmung machte sich schon breit, als in den vergangenen Tagen die Temperaturen bei Sonnenschein auf bis zu zwölf Grad kletterten. Doch die dicke Jacke kann noch längst nicht weggepackt werden: Nach Tief „Elli“ ist vor dem nächsten Wintereinbruch – und der steht uns jetzt bevor. Wetterexperten und eine alte Bauernregel sagen eine lange frostige Phase voraus.

Was eine Bauernregel für den 20. Januar besagt

„An Fabian und Sebastian fängt der rechte Winter an“: So lautet der alte Spruch zum Wetter am 20. Januar, Gedenktag zweier frühchristlicher Märtyrer. Heißt: Traditionell rechneten unsere Ahnen aus der Landwirtschaft damit, dass die Temperaturen um dieses Datum herum in den Keller gehen.

Der Winter ist noch nicht weg: Am 17. Januar bauen Winterfans einen Schneemann in Niedersachsen

Der Winter ist noch nicht weg: Am 17. Januar bauten Winterfans einen Schneemann in Niedersachsen

Foto: Lydia Böttcher/Campingplatz Kreuzeck/dpa

Tatsächlich wird es ab Dienstag wieder deutlich kälter. Zunächst im Osten, zum Ende der Woche auch im Westen Deutschlands. Mindestens für die nächsten zwei Wochen soll der Dauerfrost zurückkehren.   Kältehoch aus Russland bringt Winter zurück

Wetter-Experte Dominik Jung zu BILD: „Ein Kältehoch aus Russland schiebt kalte Luftmassen zu uns. Das könnte der Beginn einer längeren winterlichen Phase sein.“ Vor allem für nachts prognostiziert er strengen Frost mit Temperaturen von unter minus zehn Grad. Schnee sei allerdings nicht in Sicht.

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigt eine Rückkehr des Winters: „Ab Dienstag wird es wieder winterlicher, vor allem östlich der Elbe“, sagt ein Sprecher auf BILD-Anfrage. Wie lange der Trend andauere, könne man aber jetzt noch nicht genau bestimmen, heißt es weiter.

Kalt, aber kein neuer Schnee: Ein Mann ist am Sonntag (18. Januar) bei Düsseldorf mit dem Rad unterwegs

Kalt, aber kein neuer Schnee: Ein Mann ist am Sonntag (18. Januar) bei Düsseldorf mit dem Rad unterwegs

Foto: Christoph Reichwein/dpa

Dominik Jung legt sich dafür fest: „Die Kälteperiode bis Ende Januar und Anfang Februar wird kälter als die Winterperiode Anfang des Jahres, als Schnee lag.“   Laut dem Wetterexperten lassen einige Modelle sogar einen eisig kalten kompletten Februar erwarten. Damit wären die Prognosen nicht weit von dem entfernt, was Fabian und Sebastian aus dem alten Bauernkalender versprechen: Das Wetter am 20. Januar legt demnach fest, ob Deutschland sogar bis in den März friert.