Aufgrund eines Warnstreiks sieht sich der Flughafen BER gezwungen, den Passagier-Flugverkehr komplett einzustellen. Über 400 Flüge sind betroffen.
Berlin – Passagiere, die für Mittwoch (18. März) einen Flug ab dem Hauptstadt-Flughafen BER gebucht haben, müssen viel Geduld und starke Nerven mitbringen. Denn wie der Flughafen-Betreiber auf seiner Webseite informiert, wird der Personen-Flugverkehr an diesem Tag komplett eingestellt. Der Grund: „Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) zu einem Warnstreik aufgerufen.“
Insgesamt 445 Starts und Landungen und 57.000 Passagiere sind laut der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg vom Betriebsstopp durch den Warnstreik betroffen. Betroffene sollten sich an ihre Airline oder den Reiseveranstalter wenden, um sich über eine mögliche Umbuchung oder Alternativen zu informieren. Erst kürzlich kam es am Hauptstadt-Flughafen BER zu Ausfällen, da ein unbekanntes Flugobjekt gesichtet
Streik am Berliner Flughafen: Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Lohn
Der Streik läuft ganztägig von 5:00 Uhr bis 23:59 Uhr. Verdi verhandelt derzeit mit der FBB über mehr Geld für rund 2.000 Beschäftigte – darunter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Feuerwehr, der Verkehrsleitung und dem Terminalmanagement. Die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs gilt deshalb als nicht möglich, auch wenn Bereiche wie die Bodenverkehrsdienste oder Sicherheitskontrollen von nicht bestreikten Dienstleistern erfüllt werden, berichtet Reisereporter.
Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 250 Euro zusätzlich pro Monat, sowie einen zusätzlichen freien Tag für Gewerkschaftsmitglieder bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Das bisherige Arbeitgeberangebot sieht laut Verdi lediglich Erhöhungen von rund 1 Prozent jährlich bis Ende 2028 vor. „Das ist kein ernsthaftes Angebot, sondern eine Provokation am Verhandlungstisch“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler gegenüber der MAZ.
