Der neue Bericht von Sita: Im vergangenen Jahr gingen 24 Millionen aufgegebene Koffer verloren, wurden beschädigt oder zu spät ausgeliefert. Veraltete Flughäfen spielen bei den Problemen eine Rolle.
Im vergangenen Jahr sind an Flughäfen weltweit täglich 2.500 Gepäckstücke spurlos verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Verloren irgendwo (oder von irgendwem mitgenommen), nachdem sie von den Passagieren am Check-in-Schalter aufgegeben und für den Frachtraum bestimmt worden waren.
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Dieser Artikel von Leonard Berberi entstand in Kooperation mit Corriere della Sera.
Hinzu kommen jene, die verspätet ausgeliefert oder beschädigt wurden, mehr als 63.000 pro Tag. Das sind einige der interessantesten Daten aus der neuen Ausgabe des Sita-Berichts „Baggage IT Insights“, erstellt von der technologischen Organisation des Luftverkehrs.
Die gute Nachricht im globalen Maßstab ist, dass die Quote fehlgeleiteten Gepäcks im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um fast ein Viertel gesunken ist und nun bei 4,9 pro tausend beförderter Passagiere liegt. Das gesamte Volumen der „fehlgeleiteten“ Trolleys sank um 19 Prozent, von 30 auf 24 Millionen. Das sind die niedrigsten jemals verzeichneten Werte außerhalb der Pandemiezeit, als der Einbruch des Verkehrs die Flughäfen schlichtweg geleert hatte.
Die schlechte Nachricht für die Europäer ist, dass der Kontinent als problematischste Region herausragt, mit fast 12 Millionen „fehlgeleiteten“ Koffern. Die Hälfte der persönlichen Gegenstände wird also hierzulande verloren oder verspätet ausgeliefert, mit einer Quote von 10,5 je tausend Reisenden. Wo? Vor allem auf internationalen Flügen. Es sei daran erinnert, dass es sich um Trolleys handelt, die für den Frachtraum bestimmt sind, nicht um Handgepäck in der Kabine.
Historische Entwicklung der Gepäckprobleme und finanzielle Dimension
Zurück zum weltweiten Bild: Der Rückgang ist noch signifikanter, wenn man ihn in historischer Perspektive betrachtet: 2007 lag die Quote bei 18,9 fehlgeleiteten Gepäckstücken pro tausend Passagiere. In fast zwanzig Jahren hat die Branche diese Zahl nahezu auf ein Viertel reduziert, obwohl sie doppelt so viele Passagiere befördert. Die Gesamtkosten sind entsprechend um 17 Prozent gesunken, von 7,7 auf 6,3 Milliarden Dollar. Ein positives Ergebnis, das dennoch eine Summe in industriellen Dimensionen auf dem Tisch lässt.
