My Philippines by Mattes
Die Begegnung mit giftigen oder aggressiven Tieren löst beim Menschen einen urzeitlichen Flucht- oder Panikreflex aus. In den meisten Fällen entsteht eine gefährliche Situation jedoch nicht durch das Tier selbst, sondern durch eine falsche menschliche Reaktion. Wer ruhig bleibt, die Verhaltensmuster der Tiere versteht und angemessen reagiert, kann das Risiko schwerer Verletzungen oder gesundheitlicher Folgen drastisch minimieren.
Die gefährlichsten Tiere in freier Wildbahn auf den Philippinen In tropischen Regionen wie den Philippinen begegnet man einer beeindruckenden, aber stellenweise extrem gefährlichen Artenvielfalt. Zu den landbewohnenden Reptilien zählt allen voran die Philippinische Kobra (Naja philippinensis), die zu den giftigsten Kobras der Welt gehört. Ihr hochpotentes Nervengift kann bereits durch Speien in die Augen oder einen Biss innerhalb kürzester Zeit zur Atemlähmung führen. Ebenso heimisch ist die imposante Königskobra sowie verschiedene Arten von Grubenottern (Pit Vipers), deren Gewebegifte schwere Gewebeschäden verursachen. In den Küstengewässern und Riffen lauert eine oft unterschätzte Gefahr. Die Würfelqualle (Box Jellyfish) besitzt Nesselkapseln, deren Toxin innerhalb weniger Minuten zu einem tödlichen Herzstillstand oder allergischen Schock führen kann. Der winzige, aber hochgiftige Blauring-Oktopus trägt ausreichend Nervengift (Tetrodotoxin) in sich, um mehrere Erwachsene zu lähmen. An den Korallenböden getarnt liegt der Steinfisch, dessen stachelige Rückenflossen beim Darauftreten extreme Schmerzen und Gewebnekrosen auslösen. An Land runden Riesentausendfüßer (Scolopendra), deren Bisse extrem schmerzhaft sind und Entzündungen hervorrufen, sowie aggressive Makaken-Affen und die allgegenwärtigen streunenden Hunde mit dem Risiko von Tollwut die Liste der Gefahren ab.
