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Ja, es gibt tonnenweise Webseiten, die Ihnen sagen wie, warum, vielleicht warum nicht und wann Sie am besten auf die Philippinen auswandern könnten. Ich möchte Ihnen in Zukunft "zwischen den Zeilen" einige zusätzlichen Dinge berichten und erzählen. Viel Spass beim Lesen und Gute Unterhaltung!


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Thursday, March 26, 2026

Nachfolger für Riester-Rente steht

 

Nachfolger für Riester-Rente steht: Merz-Regierung erklärt, was Millionen Deutschen bevorsteht


„Altersvorsorge-Depot“ heißt der Nachfolger der Riester-Rente. Die Verbraucherzentrale bezeichnet dies als „Meilenstein“ – alle Einzelheiten im Überblick.

München – Deutschlands private Altersvorsorge wandelt sich grundlegend. Die Regierung aus CDU/CSU und SPD hat sich auf eine Reform des bisherigen Riester-Systems geeinigt. Das neue Modell trägt voraussichtlich den Namen „Altersvorsorge-Depot“ und soll zum 1. Januar 2027 starten.   

Riesterrente
Das Modell der Riester-Rente hat bald ausgedient. (Symbolbild) © imago stock&people/IMAGO

Gegenüber dem ursprünglichen Regierungsentwurf gibt es eine wesentliche Neuerung: Neben privaten Angeboten soll es ein kostengünstiges Standardprodukt geben, das als Vergleichsmaßstab für den Markt dienen soll. Das neue Altersvorsorge-Depot soll renditestärker, flexibler und kostengünstiger als die bisherige Riester-Rente sein.   

Merz-Regierung läutet Ende der Riester-Rente ein – das steckt hinter der neuen Altersvorsorge

Für die neue Altersvorsorge wurden folgende wichtige Punkte von der Regierung um Bundeskanzler Friedrich Merz beschlossen:

  • Keine starre Beitragsgarantie, dafür unterschiedliche Anlageoptionen: Versicherte können wählen zwischen 100-Prozent-Garantie (eingezahlte Beiträge werden garantiert ausgezahlt), 80-prozentiger Garantie (Beiträge können etwas gewinnbringender am Kapitalmarkt angelegt werden) und der neuen Risiko-Variante (hohe Renditen am Kapitalmarkt etwa durch breit gestreute Aktien- oder ETF-Fond möglich, aber keine Garantien).
  • Änderung des Kostendeckels für Standarddepot: Union und SPD haben sich auf einen Kostendeckel von 1 Prozent der Effektivkosten verständigt.
  • Neue Auswahl bei Standarddepot: Ein öffentlicher Träger kann dies ebenfalls anbieten, so soll der Wettbewerb gestärkt werden.
  • Altersvorsorge für Selbstständige: Auch Selbstständige sollen eine Möglichkeit zur Vorsorge mit Fördermitteln bekommen.
  • Zuschuss vom Staat: Für jeden eingezahlten Euro bis jährlich 360 Euro soll es 50 Cent vom Staat geben, zwischen 360 und 1800 Euro dann 25 Cent, die maximale Grundzulage steigt auf 540 Euro jährlich.
  • Förderung für Familien: Eltern erhalten ab einem monatlichen Sparbeitrag von 25 Euro den vollen Kinderzuschlag von 300 Euro pro Kind und Jahr.    

Verbraucherzentrale begrüßt Rentenreform – Vorständin freut sich über „Meilenstein“

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte den ersten Regierungsentwurf noch kritisiert – wie auch einige Experten. Die nun von der Merz-Regierung beschlossene Reform stößt bei vzbv-Vorständin Ramona Pop auf Zustimmung. Gegenüber dem Münchner Merkur von Ippen.Media erklärte sie: „Die Einigung ist ein Meilenstein für Verbraucherinnen und Verbraucher.“ Das sei eine gute Nachricht für alle, die auf private Vorsorge angewiesen sind. „Denn endlich wird es ein Standardprodukt für alle geben, das kostengünstig und renditestark sein soll“, so Pop.   

Nach eigenen Angaben kämpft der vzbv seit über einem Jahrzehnt für ein schlichtes, günstiges Standardprodukt in der privaten Altersvorsorge – nach dem Vorbild von Ländern wie Schweden. Die Berücksichtigung dieses Ansatzes in der Reform sieht Pop als Schritt in die richtige Richtung. Zugleich mahnt sie, dass die Ausgestaltung entscheidend sein wird: „Ab jetzt muss es bei der Umsetzung darum gehen, das neue Standardprodukt und den Zugang dazu so verbraucherfreundlich wie möglich zu machen.“

Riester-Rente: Warum das alte System scheiterte

Die Riester-Rente war ursprünglich dazu gedacht, die Lücke zu schließen, falls die gesetzliche Rente nicht ausreicht. Dafür gab es staatliche Zulagen und Steuervorteile. Anbieter waren außerdem verpflichtet, die eingezahlten Beiträge vollständig zurückzuzahlen – ein Mechanismus, der das Investitionsrisiko begrenzen sollte.   

Das Ergebnis waren jedoch kaum nennenswerte Renditen. Hinzu kamen hohe Abschluss- und Verwaltungskosten, die an Versicherungen und Finanzinstitute flossen und das Produkt immer unattraktiver machten. Laut Bundesarbeitsministerium lagen Ende 2024 knapp unter 15 Millionen Riester-Verträge vor. Schätzungen zufolge ruhten jedoch 20 bis 25 Prozent dieser Verträge – es wurde also gar nichts mehr eingezahlt.

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