Der Bierkonsum weltweit steigt leicht, allerdings nicht in den Industrienationen. Hier ist das Gegenteil der Fall, was die Hopfenbauern spüren.
München – Deutschlands Hopfenbauern spüren den Rückgang des Bierkonsums unmittelbar. Die Anbaufläche für Hopfen ist 2026 um rund 1.101 Hektar gesunken – das entspricht einem Minus von knapp sechs Prozent. Wie der Hopfenpflanzer-Verband in Wolnzach bekanntgab, umfasst die gesamte deutsche Hopfenanbaufläche damit noch 17.861 Hektar.
Bierkonsum steigt weltweit an: Deutsche Bauern dennoch in Krisenmodus – Grund ist offensichtlich
Nicht nur die Flächen werden kleiner – auch die Zahl der Betriebe geht zurück. 62 Hopfenpflanzer haben ihr Geschäft aufgegeben, sodass bundesweit nur noch 904 Betriebe übrig sind. Damit ist die Branche erstmals seit Langem unter die Marke von 1.000 aktiven Erzeugern gerutscht. Dabei ist Hopfen im Vergleich zu Massenkulturen wie Mais oder Weizen schon in besseren Zeiten eine Nischenkultur gewesen – gemessen an der Anbaufläche. Trotzdem nimmt Deutschland eine herausragende Stellung auf dem Weltmarkt ein. Verbandspräsident Adi Schapfl betont, dass die Bundesrepublik nach wie vor die Nummer eins beim globalen Hopfenanbau ist. Mehr als ein Drittel des weltweit produzierten Hopfens stammt aus Deutschland – die USA und Tschechien folgen auf den Plätzen zwei und drei. Der überwiegende Teil der deutschen Ernte geht in den Export.
Weltweiter Bierkonsum leicht gestiegen – aber nicht überall
Berechnungen der japanischen Großbrauerei Kirin zeigen ein differenziertes Bild: Global betrachtet ist der Bierkonsum in den vergangenen Jahren zwar marginal gewachsen. In vielen wohlhabenden Industriestaaten ist er jedoch rückläufig. Für das Jahr 2025 liegen noch keine Zahlen vor – für 2024 ermittelte Kirin einen weltweiten Bierkonsum von rund 194 Milliarden Litern. Grundlage sind Umfragen bei Brauerverbänden weltweit sowie Daten nationaler Statistikbehörden. (Quelle: dpa) (lso)

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