Zum ersten Mal dürfen Bürgerinnen und Bürger der EU über das Design der neuen Euro-Banknoten abstimmen – mit echten Gesichtern statt imaginären Brücken.
Frankfurt – Zum ersten Mal seit der Einführung des Euro können die europäischen Bürgerinnen und Bürger das Gesicht der künftigen Banknoten wählen. Die Europäische Zentralbank hat die zehn finalen Entwürfe der neuen Euro-Serie vorgestellt und eine öffentliche Konsultation eröffnet, die bis zum 21. September offen bleibt. Die Bürgerinnen und Bürger sollen gemeinsam mit Expertinnen und Experten sowie dem EZB-Rat zur Auswahl des neuen Designs der gemeinsamen Währung beitragen, der ersten Serie, die seit ihrer Einführung im Jahr 2002 vollständig überarbeitet wird.
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Dieser Artikel von Massimiliano Jattoni Dall’Asén entstand in Kooperation mit Corriere della Sera
„Die Euro-Banknoten sind mehr als ein Zahlungsmittel: Sie gehören zu den greifbarsten Ausdrucksformen Europas. Durch Designs, die Schönheit und Bedeutung verbinden, werden sie unsere gemeinsame Identität stärken“, erklärte die Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, bei der Präsentation der zehn finalen Entwürfe am 23. Juli. Die Vorschläge sind das Ergebnis eines internationalen Wettbewerbs, auf den über 1200 Designer aus der gesamten Europäischen Union reagiert haben.
Nach einer ersten Auswahl wurden 25 Grafikerinnen und Grafiker eingeladen, ihre Konzepte weiterzuentwickeln. Eine unabhängige Jury aus 21 Expertinnen und Experten – Fachleute für Grafik, Kommunikation, Neurowissenschaften und Geschichte, benannt von den Zentralbanken des Euro-Raums – wählte anschließend die zehn finalen Vorschläge aus, geordnet nach den beiden von der EZB festgelegten Themen: „Kultur Europas“ und „Flüsse und Vögel“.
Die Veränderung betrifft jedoch nicht nur das grafische Erscheinungsbild, denn mit der neuen Serie verabschiedet sich die EZB von der vor über zwanzig Jahren eingeschlagenen Linie: Nach dieser wurden die Banknoten mit imaginären Brücken, Fenstern und Portalen gestaltet, um zu vermeiden, Monumente oder Symbole eines Mitgliedstaates gegenüber anderen zu bevorzugen.

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